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Rechenschaftsbericht 2008

Die Stiftung Animals' Angels Schweiz konnte 2008 dank der Unterstützung von Förderern und Spendern in der Schweiz die folgenden Projekte durchführen und finanzieren. Dafür möchten wir uns auch an dieser Stelle herzlich bedanken.


Finanzierung des Projektes: Stopp Pferdetransporte in den USA
Durchgeführt von Animals‘ Angels USA Inc.

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»vergrößern"Schlacht"pferdeauktion in Sugarcreek, USA. Ein weisser, runder Sticker mit Nummer markiert, auf welchen Transport sie gehen.

Animals‘ Angels USA hat im Januar 2007 mit vier Teams eine On-Road-Recherche durchgeführt, um illegale Pferdetransporte zu Schlachtzwecken zu dokumentieren. Ziel der konzertierten Aktion war, Beweismaterial zusammen zu stellen für eine parlamentarische Initiative im US Kongress. Der Kongress beschäftigte sich in der Zeit mit Änderungen der Gesetzgebung für US-amerikanische Pferdetransporte. Das Ergebnis der Recherche legt nahe, das Projekt auszuweiten und auf mindestens zwei Jahre zu verlängern. Die Chancen für einen Stopp von Pferdetransporten zu Schlachtzwecken sind in den USA sehr groß, da das Pferdefleisch ausschliesslich für den Export nach Europa bestimmt ist. Bereits Ende 2007 konnten erste Erfolge verzeichnet werden. Die drei US amerikanischen Schlachthäuser, in denen bis zu 160.000 Pferde jährlich geschlachtet wurden, mussten schliessen. Da sich das Pferdeschlachtgeschäft in den Süden und v.a. Mexiko verlagert, soll das Projekt auch künftig stark unterstützt werden.


Finanzierung des Projektes: Recherche und verdeckte Begleitung zu illegalen „Schlacht“pferd-Transporten nach Mexiko

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»vergrößernUS-Pferde auf dem Weg nach Mexiko zum Schlachten

Seit der erfolgreichen Aufdeckung der illegalen Schlachttransporte in US-amerikanische Schlachthöfe hat sich der Transport nach Mexiko verlagert. Für die aufwändigen, gefährlichen  Recherchen wurde ein Spezialist engagiert.  


Erweiterung des Projekts Tiermarkt Bodzentyn/Polen
Einsatz einer Mobilen Klinik

Animals' Angels unterhält auf dem Pferde- und Rindermarkt Bodzentyn / Polen            eine Erste-Hilfe-Station. Der Tiermarkt ist einer der grössten Märkte für internationale Tiertransporte in Polen. Von diesem Markt gehen wöchentlich bis zu sechs Langstreckentiertransporte zu Schlachtzwecken mit Pferden in Richtung Italien und Frankreich.
Die neue Mobile Klinik fährt zu den Tierhaltungen mit dem Ziel, dort die Tiere so zu versorgen, dass sie nicht durch schlechte Hufe, Krankheiten, schlechte Haltung zu Tode gewirtschaftet werden oder ausgelaugt auf den Schlactmarkt kommen. Wichtiger Aspekt ist, mit den Haltern ins Gespräch zu kommen und dadurch die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern.


Finanzierung und Begleitung des Einsatzes: Traditionelles Schlachtfest in CEUTA, spanische Exklave in Marokko

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»vergrößernMit zusammengebundenen Beinen liegt dieses Schaf bis zu zwei Tagen am Boden, bis es im Rahmen der rituellen Schlachtung getötet wird.

Traditionell werden in CEUTA einmal pro Jahr bis zu 6.000 Hammel geschächtet, obwohl die EU-Gesetzgebung dies verbietet. Animals‘ Angels dokumentiert seit 5 Jahren die Vorgänge vor Ort. Seit die Vorgänge dokumentiert werden, verändern sich langsam aber merkbar die Verhältnisse vor Ort. Es gibt heute Schlachtzelte mit offiziellen, von der Stadt gestellten Schlachtern. Dennoch sind die rituellen Schlachtungen eine unhaltbare Grausamkeit gegen die Tiere und ein Verstoß gegen geltendes Tierschutzrecht. 2008 wird erstmals ein Vertreter des Halal-Instituts das Animals‘ Angels-Team vor Ort begleiten. Sein Report könnte die Bedingungen im nächsten Jahr erneut für die Tiere verbessern. Die Hammel stammen zum grössten Teil aus Rumänien und werden schon Tage zuvor unter unhaltbaren Bedingungen nach Ceuta transportiert und dort bis zur Schächtung mit zusammengebundenen Beinen in Kofferräumen von Autos, Garagen, Kellern etc. gehalten.


Finanzierung und Projektentwicklung: "Müll"pferde in Iasi, Rumänien

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»vergrößernBestandsaufnahme und Kontrolle der "Müll"pferde von Iasi. Ein Animals' Angels-Team prüft den Gesundheitszustand eines abgemmagerten Pferdes.

Für die „Müll“pferde in Iasi / Rumänien wird eine Mobile Klinik eingerichtet. Für die Erstausstattung mit neuen Hufeisen wurde ein deutscher Schmied beauftragt, geeignete Eisen zu entwickeln. Die Pferde in der Region Iasi werden als Zugpferde für schwere Laten eingesetzt. Ihre Pflege und Versorgung ist katastrophal. Das auf Pflege, Erste Hilfe und Versorgung ausgelegte Projekt wird vor Ort von der Tierschutzorganisation Clopotel geleitet. Projektentwicklung und -überwachung durch Animals' Angels. 


Finanzierung des Rechercheeinsatzes in Australien: Langstreckentransporte von Schafen

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»vergrößernIn glühender Hitze werden über tausende Kilometer Schafe transportiert. Für die weitere juristische Verfolgung braucht es lückenlose Dokumente über die Transportstrecken und den Zustand der Tiere.

Für die Grundlegende Recherche über Langstreckentransporte von Schafen in den USA, müssen solche Transporte lückenlos über mehrere tausend Kilometer dokumentiert werden. Hierzu schickt Animals‘ Angels e.V. Deutschland und die Stiftung Animals‘ Angels Schweiz drei Teams nach Australien.


Finanzierung und Mithilfe beim Ausbau des Corf Donkey Rescue / Griechenland

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»vergrößernDamit das CDR starten konnte, brauchte es Unterstützung bei Baumassnahmen und Erste Hilfe Einrichtung. Christa Blanke hat vor Ort die Situation geprüft und erste Massnahmen eingeleitet.

Auf Korfu werden traditionell Esel gehalten. Noch heute werden mit den Eseln landwirtschaftliche Arbeiten verrichtet. Alte, kranke und schlecht gehaltene Esel werden häufig in die „Wildnis" gejagt und sich selbst überlassen. Manche Esel kommen auf Schlachttransporte nach Italien. Das Corfu Donkey Rescue sammelt die Esel ein, pflegt sie gesund oder führt Nottötungen durch, um das Leiden der Tiere zu beenden. Hierzu unterhält das CDR eine eigene Station mit Ställen und Auslauf. Das CDR wird seit 2006 von Animals‘ Angels unterstützt. Animals‘ Angels hat hierzu Personal zum Ausbau der Ställe vermittelt, die Kosten für Baumaterial, Medikamente und Futter übernommen. Die Projektunterstützung endet 2008.