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...Die Milchproduktion schadet: der Umwelt, dem Klima und der 3. Welt

Kühe sind wesentliche Mitverursacher des Klimawandels. Die Auswirkung der Milchproduktion und der Fleischindustrie sind verheerend.


Umwelt:

  • Die Ausbeutung der „Milch“kühe trägt zur Verschwendung der immer knapper werdenden Ressource Wasser bei.


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»vergrößernFressen, fressen, fressen

Jeden Tag frisst eine Kuh 40 – 70 kg [1]. Deutsche „Milch“kühe fressen täglich zwischen 150.000 und 300.000 Tonnen Futter. Zum Anbau des Futters wird sehr viel Ackerland und Wasser benötigt – und das zum Großteil in Ländern, in denen nicht einmal die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser gesichert ist.
Ein klassisches Beispiel ist Brasilien, eines der bedeutendsten Sojaanbaugebiete der Erde, in dem zudem der Regenwald dem Anbau des Tierfutters zum Opfer fällt.


  • Fast ein Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Erde wird für den Anbau von Rinderfutter verwendet [2]. Und das, obwohl laut Vereinten Nationen über eine Milliarde Menschen auf der Erde hungern! [3]
    Beispiel Latein Amerika: 70 Prozent der ehemaligen Wälder wurden gerodet um Weideland zu erschließen. [4]


Klima:

  • Das Problem Methangas:
    Kühe sind Wiederkäuer mit einem komplexen Verdauungssystem aus mehreren Mägen. Beim Fressen verschlucken sie grob zerkauten Gras- und Raufutterbrei, der dann stückchenweise wieder hochgewürgt und in aller Ruhe zerkaut und zerkleinert wird. Durch diese Verdauungsvorgänge wird Methan freigesetzt.


  • Methan hat hohes Treibhauspotential: 25xCO²  [5] und trägt aufgrund seiner hohen Wirkung mit etwa 20% zum anthropogenen Treibhauseffekt bei.


  • Für einen Liter Milch werden pro Kuh (unter mitteleuropäischen Bedingungen) etwa 15g Methangas ausgeschieden.


Essen Sie Gemüse! Die Fleischproduktion ist sowohl CO2-, als auch methanintensiv und erfordert große Mengen Wasser. Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen sind übrigens, aufgrund der Art und Weise, wie ihr Verdauungsapparat Nahrung verarbeitet, große Methanproduzenten.“ 
Europäische Kommission, 2009 [6]


3. Welt:

Deutschland ist der größte Milchproduzent Europas. In Deutschland wird, wie auch in Gesamteuropa, zuviel Milch produziert. Diese Überproduktion führt in einen wahnwitzigen Kreislauf:


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»vergrößernMilchpulver in Mozambique

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»vergrößernH-Milch in Mozambique



1)
Große Teile des Regenwaldes werden für Sojaanbau abgeholzt.

2) Die EU importiert das Soja (eine eiweißreiche Pflanze, die sich gut zur Ernährung des Menschen eignet) aus Ländern, in denen Menschen hungern.

3) Dieses Soja wirft die EU buchstäblich in die europäischen Futtertröge und produziert Milch und Fleisch im Überfluss.

4) Um den Überfluss zu regulieren, subventioniert die EU die Produkte und exportiert sie in arme Länder.

5) Hier zerstören sie durch Tiefstpreise die lokalen Märkte.


Quellen:
[1]
Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Baden Württemberg
[2] Werner, F. :Die Kuh, Nagel&Kimche 2009
[3] Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation UN, Juni 2009
[4] UN Report 2006
[5] Intergovernmental Panel on Climate Change, 2007: Climate Change: The Physical Science Basis. Geneva6 FLI, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit
[6] EU Kommission, 2009: http://ec.europa.eu/environment/climat/campaign/control/additional_de.htm



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