Seit über 12 Jahren ist Animals' Angels bei den Tieren. Auf Autobahnen, an Rastplätzen, in Sammelstationen, auf Märkten, an Häfen, in Schlachthöfen. Nur: Die Mitarbeiter von Animals' Angels können dokumentieren und Hinweise geben, haben aber als NGO keinerlei Handhabe, um den Tieren in ihrer Situation direkt zu helfen.
Aber es gibt einen, der helfen kann: Der Amtstierarzt. Wo Transporteure die Regeln missachten, wo Landwirte Tiere misshandeln, wo Schlachthofbetreiber illegal handeln – da hat der Veterinär die Macht. Er entscheidet darüber, ob Tiere im eigenen Dreck vegetieren, grausam misshandelt, verletzt transportiert und halbtot im Schlachthaus angenommen werden – oder ob nicht.
Es gibt Amtsveterinäre in ganz Europa, die ihr Bestes geben, um die Tiere auf den Transporten zu schützen. Für diese Veterinäre ist ihre Verpflichtung gegenüber den Tieren keine leere Floskel, und sie setzen sich ein, wo immer sie können. Sie haben jedoch oft gegen korrupte Vorgesetzte, unzureichende Gesetze und schlechte Unterstützung vonseiten des Staates zu kämpfen.
Und leider gibt es viele Amtsveterinäre, die ihrer Pflicht als Beschützer der Tiere nicht nur nicht nachkommen, sondern deren Situation durch Inkompetenz, Ignoranz und sogar Gewalt verschlimmern. Wo Papiere unsachgemäß oder gar nicht kontrolliert werden, wo Leiden ignoriert wird, wo der einzig befugte Vertreter der Tiere seine Pflicht nicht erfüllt – da sind die Tiere ganz allein.
Wieder und wieder hat Animals' Angels die Tierärzteschaft Europas darauf hingewiesen, dass sie ihre Pflicht gegenüber den Tieren auf den Transporten tun muss – bislang ohne Erfolg. Deshalb versteht sich diese Ausstellung als Aufruf an die Studierenden, die sich auf ein Berufsleben als Tierärzte vorbereiten:
Die Tiere brauchen die Hilfe der Veterinäre – jetzt und in Zukunft.

