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Zusammen mit der Tierschutzorganisation PMAF (Protection Mondiale des Animaux de Ferme) organisierte Animals’ Angels für 500 Landwirtschaftsstudenten sowie die Gendarmerie von Laissac einen Trainingskurs über die EU Tierschutzbestimmungen während des Transports. Die meisten Studenten waren sehr aufmerksam und zeigten großes Interesse an unserer Präsentation, vor allem nachdem sie Photos gesehen hatten, die zeigten, wie sehr die Tiere während der Langstreckentransporte litten. Auch die Gendarmerie schien höchst interessiert daran zu sein, mit der Inspektion von Tiertransportern in der Region, aus der übrigens die meisten landwirtschaftlichen "Nutz- und Schlachttiere" ganz Frankreichs kommen, zu beginnen. Die Polizeibeamten werden ihrem Chef vorschlagen, dass wir noch einmal wieder kommen sollten, um die restlichen Polizeibrigaden in der Region zu schulen. Auf dem Rückweg machten wir einen kleinen Umweg, um den Manager der Stallungen im Hafen von Sete einen Besuch abzustatten, da sich einige Transporteure bei uns darüber beschwert hatten, dass sie dort Misshandlungen von Tieren beobachtet hätten. Leider war es aufgrund der aktuellen Terrorsituation nicht möglich, das Hafengelände zu betreten.
Wir wurden vom rumänischen Ministerium zu verschiedenen Besprechungen und zum Besuch eines Quarantänestalles, in dem Pferde für den Export nach Italien gesammelt werden, eingeladen. Die Behörden vor Ort zeigten sich durchweg kooperativ und waren an einem Erfahrungsaustausch bzgl. Tiertransporten sehr interessiert. Wir planen einen erneuten Besuch im Mai diesen Jahres. (Foto: Pferdetransport in Rumänien)
In Bodzentyn waren heute ungefähr 500 Pferde, die Tiere sind einer guten Verfassung. Beide Tierärzte sind anwesend und sehr freundlich zu uns. Wir sehen fünf Langstrecken- Lkws. Bei sechs Pferden konnte der Schmied die Hufe so gut korrigieren, dass er große Bewunderung bei den Bauern erntete. Besonders hat uns gefreut, dass ein altes Pferd mit sehr schlimmen Hufen ein paar Minuten nach der Korrektur verkauft wurde, da es eine ganz andere Haltung bekommen hat. 22.-26.03.2004, Rumänien Wir wurden vom rumänischen Ministerium zu verschiedenen Besprechungen und zum Besuch eines Quarantänestalles, in dem Pferde für den Export nach Italien gesammelt werden, eingeladen. Die Behörden vor Ort zeigten sich durchweg kooperativ und waren an einem Erfahrungsaustausch bzgl. Tiertransporten sehr interessiert. Wir planen einen erneuten Besuch im Mai diesen Jahres. (Foto: Pferdetransport in Rumänien)
Wir besuchten mehrere Stallungen, in denen Pferde für den Export nach Italien gesammelt werden. Bei den meisten erhielten wir Zutritt. Im Vergleich zu unseren vorangegangenen Besuchen konnten wir Verbesserungen feststellen, was den Zustand der Tiere und die Haltungsbedingungen betrifft. Wir fanden 3 nicht transportfähige Pferde und verständigten die rumänischen Behörden. Diese Tiere wurden vom Export ausgeschlossen. Außerdem besuchten wir einen Tiermarkt in Calugareni im Südosten Rumäniens. Hier liegt so einiges im Argen: Schweine werden ohne Betäubung geschlachtet und mit zusammengebundenen Beinen im Kofferraum oder in Säcken transportiert. Entladerampen sind überhaupt nicht vorhanden, so dass die Schweine auf und aus dem Fahrzeug gehoben werden müssen. Es ist nicht einfach hier Verbesserungen einzuführen, da diese mit Kosten verbunden sind und die Bevölkerung großenteils sehr arm ist. Das zuständige Veterinäramt ist einverstanden, dass ein AA-Team regelmäßig auf dem Markt präsent ist und in Zusammenarbeit mit den Veterinären und der Polizei versucht, die Situation für die Tiere zu verbessern. (Foto: lebende Schweine in Säcken)
Auf dem Markt in Bodzentyn zählen wir heute fast 600 Tiere, sehr viele mit Missbildungen oder abgemagert. Ein junger Bulle, dessen Vorderbeine von Rachitis verkrümmt sind, steht mit letzter Kraft auf dem Lkw, weil er nicht mehr abgeladen werden konnte. Eine alte ausgemergelte Kuh bricht direkt vor uns zusammen. Der Besitzer geht weg, wir bleiben bei ihr. Nach fast einer halben Stunde richtet sie sich wieder auf und geht zur Rampe. Gegen 9.30 Uhr gehen wir wegen heftigen Regens vom Markt weg, es sind noch ca. 100 Kühe da. Um 13.00 Uhr kommen wir wieder und alle Kühe sind auf einem doppelstöckigen Lkw aufgeladen und fahren gerade weg.
Heute waren ca. 400 Tiere auf dem Markt in Bodzentyn, darunter viele kleine Kälber. Der Zustand der Kühe war etwas besser, nur eine hatte einen seitlich eingefallenen Bauch (vermutlich eine angeborene Behinderung). Wir konnten erreichen, dass ein Händler seine zwei alten Kühe zur Seite gestellt und sie mit dem Lkw zur Rampe gefahren hat, wo sie problemlos verladen werden konnten. Inzwischen wird nach uns gefragt und die Bauern haben sich bedankt, dass wir ihren Kühen die Klauen geschnitten haben. Ein Bauer wollte eine Mutterkuh nur zusammen mit ihrem Kalb verkaufen, damit sie nicht getrennt werden. Am Montag haben wir einen Besprechung mit dem Bürgermeister über die Vorbereitungen zur neuen Rampe.
Heute waren ungefähr 500 Pferde auf dem Markt in Bodzentyn, Verletzungen konnten wir keine sehen, nur einige Pferde mit Bronchitis. Es waren fünf Langstreckentransporter da. Die Händler bemühen sich um korrekte Beladung.
Ein Animals’ Angels Team sowie Angestellte der zentralen portugiesischen Veterinärbehörde waren fünf Tage lang unterwegs, um zusammen mit der Polizei mehrere Tiertransporter zu kontrollieren. Während unseres Polizeitrainings zeigten wir den Polizeibeamten, wie sie in Zukunft die Inspektionen selbst durchführen konnten. Die Polizisten waren höchst motiviert und verfassten mehrere offizielle Berichte über Tiertransporter, die die geltenden Tierschutzbestimmungen nicht einhielten. Gegen die betroffenen Transporteure wurden Geldstrafen verhängt und in einigen Fällen wurden die Fahrzeugpapiere konfisziert. Weitere Aktionen dieser Art sind für die nächsten Monate geplant.
Am frühen Morgen war der Boden auf dem Markt in Ruma noch gefroren, doch im Laufe des Tages, als es wärmer wurde, verwandelte sich der ganze Markt in ein Meer aus Schlamm. Die Veterinärinspektoren verbrachten zwar einige Zeit auf dem Markt, jedoch verließen sie kein einziges Mal den Raum in der Nähe der Waage. Die 60 Meter Zaun, die vor 40 Tagen zusammengebrochen waren, waren immer noch nicht repariert worden, so dass viele Händler den Markt über den Zaun betraten und so die Marktgebühr sowie die Kontrolle der Gesundheitspapiere der Tiere umgingen. Die neuen Metallpferche für die Schafe wurden bereits benutzt, jedoch waren fünf Pferche nicht genug, um alle Schafe und Ziegen unterzubringen. Unser Team leistete mehreren Pferden und Kühen sowie einem Esel erste Hilfe. Bei den meisten Verletzungen handelte es sich um Schnittwunden und Schwellungen. Leider konnten wir einer Kuh, die sich das Bein oder die Hüfte gebrochen hatte, nicht mehr helfen. Da sie sich nicht auf den Beinen halten konnte, wurde sie mit Hilfe der hydraulischen Rampe in den LKW verladen und zum Schlachthof gefahren. Der Schlamm war inzwischen so tief, dass die meisten LKWs den Markt nur mit Hilfe von Traktoren verlassen konnten.
Auch an diesem Tag, dem 2. März 2004, traten wieder mehrere Probleme auf, die noch gelöst werden müssen. Es war kein Tierarzt auf dem Saleyard und es schien auch niemand großes Interesse daran zu haben, einen Tierarzt kommen zu lassen. Die LKWs waren oft völlig überladen, jedoch sahen wir keine Fahrer, die elektrische Treibstöcke beim Verladen der Schafe einsetzten. Wir halfen einem Schaf, dessen Kopf eingeklemmt war und seitlich aus dem LKW herausragte, sowie zwei Schafen im Inneren des LKWs, die am Boden lagen und nicht mehr aufstehen konnten. Der Fahrer nahm unsere Hilfe dankbar an. In den Verkaufspaddocks gab es für die meisten Tiere weder Wasser noch Schutz vor Regen oder glühender Sonne. Am nächsten Tag sollten jedoch die Bauarbeiten wieder aufgenommen und neue Wassertröge in den restlichen Rinderpferchen installiert werden. (Am Mittwoch telefonierte ich noch einmal mit dem Manager, der mir dies bestätigte). Die Schafe haben allerdings immer noch kein Wasser und wir werden weiterhin versuchen, dies zu ändern und eine adäquate Wasserversorgung für sie fordern. Wir sahen eine Kuh, die unter schweren Koordinationsstörungen litt, und erreichten, dass sie von einem Angestellten innerhalb kurzer Zeit eingeschläfert wurde. Auch ein Schaf mit einem gebrochenen Bein wurde auf unsere Bitte hin eingeschläfert. Bei unseren Gesprächen mit dem Management schlugen wir vor, die Saleyards mit einer Konstruktion aus Stoff zu überdachen, um die Tiere vor der Sonne zu schützen. Wir werden hart daran arbeiten, dies in die Tat umzusetzen. Es gibt immer noch Probleme mit den Farmern und Käufern, die sich beim Abholen ihrer Tiere nicht an die geltenden “Codes of Practice“ halten. Kleine Kälber werden z.B. zusammen mit älteren Rinder transportiert - was gegen die "Codes of Practice" verstößt. Obwohl wir sowohl die Polizei als auch die Tierschutzorganisation RSPCA anriefen, erschien niemand, um sich um die Angelegenheit zu kümmern.
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